Achtung: Jungtiere im Wald!

Ich habe ja noch ein IT Mandat in Bern, damit bin ich mindestens 3 mal die Woche am Pendeln.  Da das 100km A1 bedeutet fahre ich antizyklisch, dh. um 4:30 morgens los. Und da bin ich jetzt genau in der Morgendämmerung, hier beobachte ich seit Jahren, dass verstärkt um diese Zeit Tierli auf der Strasse sind. Was habe ich nicht schon alles beobachten können: Dammwild rudelweise, Füchse sowieso, auch einen Dachs sah ich schon. Vor Allem sind es Jungtiere, anscheinend erweitern sie um die Zeit auch ihre Gebiete. Und wir fahren munter durch ihre Wohn - und Spielzimmer. Bislang konnte ich gottseidank vermeiden, eines von ihnen anzufahren *klopf auf Holz*.

Vor Allem letzte Woche hab ich allerdings einige Vollbremsungen hingelegt. Die Tierli schauen mich dann meist mit grossen Augen an, und dann gehen sie ihrer Wege und ich fahre auch weiter.

Früher sind wir, mein Mann und ich, ziemlich viel Töff gefahren und haben daher auch ein Sicherheitstraining absolviert in dem lernt man unter Anderem, dass die Fahrprüfungsübung "Bremsen und Ausweichen" ziemlicher Müll ist. Wenn man bei den üblichen Landstrassengeschwindigkeiten versucht mit dem Töff auszuweichen, geht's unweigerlich in den Wald. Der Ausweichschwung gelingt, jedoch kommt man nicht mehr zurück auf die Strasse.  Genug des Ausritts - die beste Strategie ist, in die Klötze zu steigen und weiter geradeaus zu fahren. Die Wahrscheinlichkeit, dass man rechtzeitig zu Stehen kommt ist recht hoch, und wenn, dann hat man nicht mehr soviel Wucht, dass man die Tierli tötet. Ich mache das auch mit dem Auto so.  Hilft natürlich nix, wenn eines direkt auf meiner Höhe aus dem Feld herausläuft, da haben vielleicht bislang Stossgebete geholfen....

Ich bin immer noch überzeugt, dass es eine gute Idee ist, sich für den Ernstfall zu trainieren, und kann jedem so ein Training nur ans Herz legen, Vielfahrern wie mir sowieso. Vielleicht können wir so das eine oder andere Tierleid verhindern.

 

Aktuelle Grippewelle

Zur Abwechslung mal etwas zur aktuellen Grippewelle. Die scheint zwar den Peak überschritten zu haben (zumindest in Deutschland), aber die Erkrankungen an sich sind dieses Jahr ernst. Hier ein aktueller Wochenbericht des Robert Koch Institutes.
In meinem Umfeld habe ich gute Erfahrung mit Bryonia und Nux Vomica gemacht, auch hier werden diese Mittel als "Genius epidemicus" gesehen. Jede epidemieartige Krankheit hat ihre eigenen Symptome, die man wiederum mit einem Mittel "beantworten" kann - daher der Begriff Genius epidemicus, also der Kern oder vorherrschende Charakter einer Epidemie.

Ich wünsche Euch allen da draussen ein gesegnetes Osterfest und Gesundheit!
Findet ihr meine Artikel nützlich? Kann ich etwas verbessern? Teilt mir das gerne mit!

Eure Annette

 

Immunsystem unterstützen mit Uncaria Tomentosa

Hier gibt es Informationen zur Pflanze selbst, und zu den Verwechslungsmöglichkeiten. Nicht immer ist auch Katzenkralle drin, wenn Katzenkralle draufsteht, das hat unter Anderem auch den Grund, dass mehrere Arten unter demselben Begriff «Una de gato» verstanden werden.

Auch ist die Wirkung abhängig, welcher Typ der Una de gato gesammelt wurde, una de gato blanco oder Uncaria Tomentosa hat stärker die immunmodulierende Wirkung, wogegen Una de gato rosada gewöhnlich für Uncaria guianensis steht, diese wirkt mehr auf Herz und Kreislauf – senkt den Blutdruck, und hemmt das Entstehen von Blutgerinnseln.  Auch hier werde ich die Hintergründe noch weiter ausführen.

Dann behandle ich noch die Verwendungsmöglichkeiten, zumindest meine präferierten 😊.

Namen der Pflanze

Hier hat Wikipedia recht: Uncaria Tomentosa, auch  Katzenkralle, Uña de Gato (lateinamerikanische Länder), Cat’s Claw (englischsprachige Länder), Griffe de Chat (französischsprachige Länder) genannt, ist eine holzige, lianenartige Pflanze, die im Regenwald Lateinamerikas zu finden ist.

Uncaria Tomentosa hat ausgeprägte «Krallen». Die Krallen wirken holzig und drehen sich stark ein:

 

katzenkralle2andre_cardoso.jpg

 

Pflanzenbeschreibung

Die Pflanze wächst vor Allem auf feuchtem, schattigen Boden im naturbelassenen Regenwald und kann einen Stammdurchmesser von 25 cm und eine Stammlänge von 30 m erreichen. Die Wurzeln wachsen horizontal einige Zentimeter unter der Oberfläche an der Grenzschicht von Lehm und organischem Material. Überirdisch bildet die Katzenkralle Kurztriebe mit ovalförmigen Blätterpaaren an ihren Haupttrieben, welche ins Blätterdach ihrer Trägerbäume reichen. In den Blattachseln befinden sich sichelförmig gekrümmte Halteorgane, die an die Form einer Katzenkralle erinnern. In der Blütezeit bilden sich an Stelle der Dornen rispige Blütenstände mit gelber Färbung.

 

Es gibt noch eine Uncaria Art, mit der die Katzenkralle gerne verwechselt wird: Uncaria guianensis.  Diese Pflanze unterscheidet sich von der Katzenkralle vor Allem durch ihre Dornenform (kürzer und nicht so gebogen) und die Blüten (rosa statt gelb). Wer beide Arten gesehen hat kann sie gut auseinanderhalten, zumindest dann, wenn sie gross genug sind, dass sie Dornen produzieren. In kultivierter Form ist sie übrigens kleinwüchsig und buschig.

Womit wir beim nächsten Thema wären: wie sie wirkt. Ich gehe auch auf Uncaria Guianensis ein, des Unterschieds wegen.

Die Entdeckung

Dazu muss ich etwas ausholen. Bekannt und gesammelt wird die innere Rinde der Wurzel, und das schon seit ca. 2000 Jahren. Die Sammler sind Amazonas – Indianer  mehrerer Stämme: Guaruna, Asháninka, Cashibo, Conibo, und Shipibo. Die längste bekannte Nutzung erfolgte durch die Asháninka in Zentralperu. Die westliche Welt kam erst Ende der 50er rein zufällig in Kontakt mit den Asháninka, eine  Gruppe österreichischer Bergsteiger kam mit den Asháninka zusammen. Es  gab dort zu der Zeit eine Cholera Epidemie, die Österreicher organisierten die Versorgung mit Penicillin und erhielten dafür unter Anderem «Saventaro«, eine Pflanze, deren Wurzel bei verschiedenen Krankheiten angewendet wird, zum Beispiel bei Infektionskrankheiten, Magengeschwüren, rheumatischen Erkrankungen und Krebs.

Der Zufall spielt hier zweimal eine grosse Rolle: 1974 konnte der Kontakt zu den Asháninka erneut hergestellt werden, diesmal zeigten die Indianer der Gruppe die Pflanze, die dann in Graz von Prof. Teppner als Uncaria tomentosa identifiziert wurde.  Es entstand eine österreichisch / indianische Zusammenarbeit, die Indianer sammeln und liefern den Rohstoff, die Österreicher erstellen daraus ein Produkt namens „Krallendorn“ – modifizierte Uncaria tomentosa.

Inhaltsstoffe

Die Wurzel enthält 2-3% Oxindolalkoloide, ihnen wird ein Grossteil der Wirkung zugeschrieben.  Im Internet findet man vielerorts die zweierlei Chemotypen  der Uncaria tomentosa – offensichtlich handelt es sich jedoch um je einen Typ pro Uncaria Unterart:
Uncaria tomentosa enthält vor Allem pentazyklische Oxindolalkaloide (POA) und einen sehr kleinen Teil tetrazyklische Oxindolalkaloide (TOA), Uncaria guinensis enthält mehr TOA.

Die pentazyklischen Oxindolalkaloide im Einzelnen:

- Pteropodin steigert die Aktivität von muskarinischen Rattenrezeptoren
- Isopteropodine,  das aktivste Alkaloid, ihm wird die Stimulanz des Immunsystems nachgesagt.
- Speciophyllin wirkt Immunsystemstärkend, Anti-Leukämisch
- Uncarin F, für dieses Alkaloid wurde eine ausgeprägte antileukämische Wirkung festgestellt
- Mitraphyllin, blutgefäßerweitend, blutdrucksenkend, muskelrelaxierend, urinbefördernd, lindert Amnesie, immunsystemstärkend, antileukämisch
- Isomitraphyllin - immunsystemstärkend, antileukämisch
Andere Alkaloide helfen Viren, Bakterien, Krebszellen, Toxinen und die übermäßige Bildung weißer Blutkörperchen zu bekämpfen oder die Anhäufung von Blutplättchen zu hemmen, was der Entstehung von Thrombosen entgegenwirkt.

tetrazyklische Oxindolalkaloide (TOA) beinhalten:

- Rhynchophyllin,  dieses Alkaloid soll die Fähigkeit haben, die Anhäufung von Blutplättchen zu hemmen, die verantwortlich für die Entstehung von Thrombosen sind. Das unterstützt die Annahme, dass das Rynchophyllin Schlaganfälle vorbeugen kann und durch seine blutdrucksenkende Wirkung das Herzinfarktrisiko senkt, das Herz-Kreislauf-System anregt und damit Ablagerungen an Arterienwänden sowie die Entstehung von Blutgerinnseln in den Blutgefäßen im Gehirn, im Herz und in den Arterien hemmt.

- Isorhynchophyllin -  hat besondere Bedeutung aufgrund ihrer immunstimulierenden Wirkung, die sich im Makrophagenstimulationstest nachweisen lässt. Ausserdem wirkt es als Blutdrucksenker
- Corynoxein - blockiert Kalziumkanäle mit ähnlicher Wirksamkeit wie Verapamil. Verapamil blockiert die Kalziumkanäle der Muskelfasern des Herzens. Dadurch schlägt das Herz langsamer und die Schlagkraft lässt insgesamt nach,  somit wären wir bei der blutdrucksenkenden Wirkung.
- Isocorynoxein - wirkt ebenfalls als Kalziumkanalblocker und hat rinrn Effekt wie Corynoxein, hemmt zusätzlich die Glutamat-induzierte neuronale Nekrose

Puh - was sagt mir das jetzt?

Wem das hier zu theoretisch ist, merkt sich sinnvollerweise welche Pflanze welche Stärke hal und sucht danach aus::

Uncaria tomentosa – Hauptaklaloidgruppe POA – Immunstimulation

Uncaria guiniensis – Hauptaklaloidgruppe TOA – Blutdrucksenker und Hemmung von Blutgerinnseln, auch Immunstimulation.

Wirkung:

pentazyklische Oxindolalkaloide (POA),  

Hat man eine der Pflanzen mit einem hohen oder ausschliesslich pentazyklischen Oxindolalkaloidanteil, dann stärken und regulieren diese das körpereigene Immunsystem und haben einen Einfluss  auf die Vermehrung von Lymphozyten, das sind zelluläre Bestandteile des Blutes, deren Hauptaufgabe in der Erkennung von Fremdstoffen wie Bakterien und Viren liegen. Das heißt, dass die POA das Immunsystem im Gleichgewicht halten – die modulierende Wirkung, die der Katzenkralle immer wieder nachgesagt wird. Die pentazyklischen Alkaloide sind in der Lage, ruhende Abwehrzellen zur Vermehrung anzuregen, dh. ein «schwaches» Immunsystem wird stimuliert, aber auch hoch aktivierte und gegen den eigenen Organismus gerichtete Abwehrzellen können in ihrer Zellteilung gehemmt werden - womit ein überreagierendes Immunsystem gedämpft wird.

tetrazyklische Oxindolalkaloide TOA

TOA wirken sich auf Herz und Kreislauf aus. Sie wirken Blutdruck senkend, vermindern die Herzfrequenz und senken die Blutgerinnung. In diversen Internetartikeln heisst es, TOA hebt die Wirkung von POA teilweise auf – hier habe ich persönlich meine Zweifel. Die Behauptung kommt von 2 Studien, die bislang nicht verifiziert wurden. Ich begab mich auf die Suche, wie die einzelnen Alkaloide wirken und fand heraus, dass auch hier eine Immunstimulierende Wirkung gefunden wurde.

Was ist nun wahr?

Wissen wir (noch) nicht und sind auf eigene Versuche angewiesen. Ich habe für meine Selbstversuche die innere Wurzelrinde von unc-t verwandt. Daraus mache ich einen Auszug, dieser hilft mir gut durch den Winter. Da nicht alle Tiere, und besonders Katzen den Sud mögen, ist auch Homöopathie hier eine gute Lösung.  Bei uns in der Schweiz ist Uncaria Tomentosa meines Wissens nicht erhältlich, daher stelle ich tiefe D und C Potenzen selber her.  Wer will, kann sich die Globuli jedoch auch bei Remedia.at bestellen.

Anwendung:

Infektionsabwehr bakterieller und viraler Art, auch Pilzinfektionen, entzündlichen Prozessen, Magen Darm Problemen, Krebserkrankungen, Tumoren, Atemwegserkrankungen.

Generell bei Mensch wie Tier:

  • Stärkung des Immunsystems
  • Unterstützung der Wundheilung
  • Bekämpfung von Infektionskrankheiten
  • Entgiftung
  • hilft gegen Abgeschlagenheit
  • lindert die Begleiterscheinungen von Chemotherapie, Lebensqualität verbessern  bei Krebs
  • Allergische Reaktionen auf Insektenstiche (Haarausfall, Juckreiz)
  • Alterserscheinungen (stumpfes Fell, Haarausfall, Lethargie, schlechter Hautzustand)
  • Arthritis, Arthrose, Alterserscheinungen
  • Autoimmunkrankheiten, z.B. Lupus (alle Arten)

Katzen:

  • Katzenschnupfen
  • Katzenseuche (Panleukopenie)
  • FeLV (Felines Leukose-Virus, "Katzenleukämie")
  • FIP (feline infektiöse Peritonitis, Bauchfellentzündung)
  • FIV (Feline Immunschwäche Virusinfektion, Katzen-Aids)

Hunde:

  • Befall mit Parvoviren
  • Coxa plana (angeborene flache Hüftgelenkpfanne)
  • Hüftdysplasie
  • Pyodermie (eitriger Ausfluss)
     

Herstellung Auszug:

Man kocht einen Auszug. Dazu gibt man 5 - 10 g (Gesunderhaltung) 20 – 30g als therapeutische Dosis) in 1 Liter kaltes Wasser und bringt das zum Kochen. Dann lässt man das 15 - 25 Minuten leicht köcheln, danach lässt man das 15 Minuten ziehen.

Dosierung

Tiere

Katzen und kleine Hunde:

Kitten ab 14 Tagen 2 - 3x täglich 0,5 - 1 ml (mit 1 ml Wasser verdünnen)
erwachsene Katzen 2 - 3x täglich jeweils bis zu 5 ml (mit Wasser verdünnen)

Pulver: hier gebe ich eine Messerspitze über das Futter, 1 x am Tag.
Grösseren Hunden gebe ich etwa das Doppelte (15 – 30 kg) oder das Dreifache (schwerer als 30 kg).

Menschen

Um das Immunsystem fit zu halten sollten 500 mg – 1 g täglich eingenommen werden (Kapsel oder Pulver) oder eine halbe bis 1 Tasse täglich des oben beschriebenen Auszugs

Als therapeutische Dosis empfehle ich 3 – 5g / Tag, in gewissen Fällen können es auch bis zu 10g / Tag werden.  Vom Auszug kann man bis zu 3 Tassen täglich trinken.

Hier kann man ein wenig experimentieren, welche Menge für das Tier am besten ist. Es sollte kein Durchfall auftreten.

Gegenanzeigen

Bitte nicht anwenden, wenn immunsuppressive Medikamente gegeben werden!

Bezugsquellen:

POA / TOA Verhältnis

https://www.sanoverde.de/Samento-Extrakt  - TOA Frei

http://www.teefischer.ch/details/de/t0/101487 - hier wird auf POA Gehalt hingewiesen

https://www.barfshop.de/de/dhn-katzenkralle-100-g-fein-gemahlen.html, enthält 0.02% TOA

Kapseln:

https://www.tausendkraut.com/una-de-gato-uncaria-tomentosa-extrakt-90-kapseln/

https://www.energybalance.com/chde/katzenkralle-uncaria-100-vegecaps.html

-          Sind aus der inneren Wurzelrinde

https://www.teebrasil.com/index.php?id_product=283&controller=product&id_lang=3

-          Bietet beide Sorten an, Uncaria tomentosa und – Guianensis

https://www.vitalabo.ch/de-CH/zeinpharma/katzenkralle-kapseln

Pulver:

https://vom-achterhof.de/kraeuter/t-z/496/uncaria-tomentosa-katzenkralle-pulver

https://www.dragonspice.de/kraeuter-htmlKraeuter-K/Katzenkralle-gemahlen.html

http://www.mysuperfood.ch/de/katzenkralle-pulver-200-g.html

Quellen:

Yamahara J, Miki S, Matsuda H et al: Screening test for calcium antagonist in natural products. The active principles of Uncariae ramulus et uncus. Nippon Yakurigaku Zasshi, 1987;90:133-140

http://www.samento.com.ec/sciencelib/esp4cc/VilcacoraUncar2.htm
Zooveterinary.com

http://www.materia-medica-bo.de/76f794f6-0900-455b-b8d6-dce49f231c6c.html?t=1515767743878

http://www.awl.ch/heilpflanzen/uncaria_tomentosa/katzenkralle.htm

https://de.wikipedia.org/wiki/Katzenkralle

https://www.gesundehunde.com/forum/forum/g%C3%A4stebereich/gesundheit-g%C3%A4stebereich/121101-wirksamkeit-von-katzenkralle

Handbuch Phytotherapie, Jänicke, Grünwald, Bendler

Tiere und der Weihnachtsbaum.....

Ich möchte Euch heute eine Geschichte vorstellen, die Claudia Grothus geschrieben hat - ich finde sie herrlich treffend:

Heute werden wir mal Hund und Katze in einen Topf werfen – versinnbildlicht natürlich nur. Warum? Weil beide dazu neigen, den Weihnachtsbaum als interessante Spielmöglichkeit zu betrachten und den Baumschmuck als potenzielle Beute.

Wir wollen auch gar nicht groß herumunken, denn nach neueren Erkenntnissen der Quantenphysik ist es ja so: Wenn man sich etwas allzu bildlich vorstellt, dann schickt man geradezu einen Auftrag ans Universum, dieses Bild zu realisieren. Deshalb – Ohmmmmmmmmm – malen wir uns die Weihnachtstage nebst Tannenbaum einfach nur wunderschön und perfekt aus.

Wie jetzt, Sie glauben nicht an die Quantentheorie? Moah, - na gut. Dann versuchen wir mal anders keinen Schaden anzurichten. Es gibt einen schönen Spruch, den ich mir damals von meinem Fahrlehrer gemerkt habe. Er zitierte ihn immer, wenn ich einen riskanten Fehler gemacht habe und sowas gesagt habe, wie „ups, aber ist ja noch mal gut gegangen“. Der Spruch lautete: „Das geht tausend Mal gut!“ Will sagen: Nur weil bisher bei hoher Risikofreudigkeit nichts passiert ist, heißt das nicht, dass eines schönen (Weihnachts-)Tages Ihr Terrier nicht doch glaubt, das tolle Zeug auf den Zweigen des Tannenbaums wäre vielleicht doch lecker. Oder anders gesagt: Das werden typische „Das hat er ja noch nie gemacht“-Momente.

Hunde

Wenn Ihr Hund erst einmal spitz bekommt (dauert 3-5 Sekunden), dass da „Leckerlies“ am Baum hängen, dann wird er wahrscheinlich JEDE Gelegenheit nutzen, auch an die weiter oben hängenden Kekse zu kommen. Er wird dabei nicht besonders erfindungsreich sein, sondern einfach den Baum anspringen bis er umkippt. Hinterher wird er behaupten, dass der Weihnachtsbaum ganz von selbst in Ohnmacht gefallen ist. Kekse oder andere Süßigkeiten als Baumschmuck sind also schon mal tabu, wenn Sie einen Hund haben.

Ansonsten ist ein Weihnachtsbaum bei schon etwas älteren Hunden, die sich nicht mehr über jeden Mist aufregen, kein besonderes Problem. Potente Rüden könnten auf die Idee kommen, erst mal ihr Besitzrecht auf den Indoor-Baum anzumelden und kräftig die unteren Zweige markieren („Das hat er ja noch nie gemacht!“). Sowas können Sie aber nicht vorher wissen – oder Sie probieren es im Advent mal in einer Douglas-Filiale aus…

Hunde, die nicht gut alleine sein können, sollten in der Weihnachtszeit nicht unbedingt mit dem Baum in einem Zimmer sich selbst überlassen werden. Wenn Sie den Hund allein in der Wohnung lassen müssen, dann verschließen Sie besser das Zimmer mit dem Baum… Nein, Sie stellen sich jetzt nicht vor, was Sie anderenfalls bei der Heimkehr für ein Bild erwartet!

Wenn Sie Ihren Hund gesund über Weihnachten bringen wollen, dann lassen Sie auch keine Weihnachtsteller mit Süßigkeiten herumstehen. Schokolade ist für Hunde buchstäblich Gift und Alkohol (zum Beispiel in Pralinen) auch. Verhindern Sie, dass entzückte Verwandte den Hund andauernd mit Leckerlis oder gar Knochen vom Weihnachtsbraten füttern.

Und Achtung!: Neuerdings werden (besonders hochwertige Bio-)Kekse und andere Süßigkeiten anstatt mit Zucker mit Xylit hergestellt. Das ist ein Süßungsmittel, das für Menschen vollkommen ungefährlich, für Hunde aber auch in ganz kleinen Mengen extrem giftig ist! Man sieht es den Produkten nicht an und man schmeckt auch nicht, ob Xylit drin ist. Da muss man schon genau auf der Packung lesen. Vorsichtshalber sollten ALLE Süßigkeiten für den Hund absolut tabu sein!!!

Sollte Ihr Hund noch ein Welpe sein, lassen Sie ihn bitte nicht aus den Augen! Schneiden Sie alle Tüten, Plastikverpackungen und auch Papier-Geschenktaschen auf, bevor Sie sie in den Papierkorb geben oder sie herumliegen lassen. Ein einziger Kekskrümel auf dem Boden einer engen Plastiktüte… STOP! Nicht weiter denken!

Geschenkband ist für Welpen ganz fatal. Es zerreißt nicht, lässt sich nicht einfach durchbeißen und kann deshalb alle möglichen Körperteile beim Spielen abbinden.

Welpen und Weihnachtsbaum sind sowieso ein Thema für sich. Man sollte ein unmittelbares Zusammentreffen von beiden möglichst vermeiden.

Katzen

Ob Sie die extrem zerbrechlichen Weihnachtskugeln aufhängen, kommt auf den Forscherdrang ihrer Kinder und Haustiere an. Katzen finden diese Kugeln großartig und fummeln zuweilen so lange daran herum, bis sie sie getötet haben, sprich: die Kugel zu Bruch gegangen ist und sich beim Anstupsen nicht mehr bewegt.

Und glauben Sie nicht, dass Ihre Katze, nur weil sie den Weihnachtsbaum die ersten 24 Stunden ignoriert, in dieser Beziehung vertrauenswürdig ist. Wahrscheinlicher ist, dass ihr dieses leuchtende und glitzernde Ungetüm einfach erst mal unheimlich ist, sie aber mit der Zeit herausfindet, dass das Ding nicht beißt, man aber super da rein klettern und von oben den Schmuck abfummeln kann. Vorzugsweise natürlich, wenn Sie schlafen oder für ein paar Stunden bei Oma und Opa zum Kaffeetrinken sind.

Für Katzen gilt auch und besonders größte Vorsicht mit Geschenkbändern. Schneiden Sie gebrauchte Geschenkbänder in kurze Stücke oder entsorgen Sie sie sofort unerreichbar für Tiere.

Baumschmuck sollte nicht an Bändchen hängen, in die eine Pfote oder der Kopf einer Katze – nein, das stellen wir uns jetzt auch nicht vor, wir verzichten einfach auf Bändchen und hängen die Kugeln an den handelsüblichen Häkchen auf.

Sie haben Katzenkinder? Au weia! Kitten und Weihnachtsbaum? Lassen Sie es! Tun sie es nicht! Glauben Sie uns einfach. Sie wollen nicht wissen, was dann passiert. Allerdings haben sie große Chancen, zehntausend Zugriffe auf youtube zu bekommen, wenn Sie einen Wurf Katzenkinder im Alter zwischen 4 und 6 Monaten auf Ihren Weihnachtsbaum loslassen und dabei eine Kamera mitlaufen lassen.

Also nochmal zusammengefasst:

Regel Nummer 1: Niemanden, der eine geringere Körperhöhe als einen Meter hat, auch nur fünf Minuten mit dem Weihnachtsbaum alleine lassen!

Regel Nummer 2: Keine echten Kerzen verwenden!

Regel Nummer 3: Keinen Baumschmuck in Verschluck-Größe verwenden, ihn an Haken aufhängen und nie Geschenkband herumliegen lassen!

Regel Nummer 4: Essbaren Baumschmuck nur verwenden, wenn keine Tiere im Haus leben!

Wir glauben: So lange Sie immer glückliche Menschen, Tiere und Weihnachtsbäume visualisieren, wird das Universum ein Einsehen haben!
 

Wir gehen in die Ferien!

von morgen an bis zum 24.9. sind wir in den Ferien - und richtig weg.  Wir fliegen zu den kleinen Antillen: Guadeloupe, Dominica und Martinique. 

Wie wir alle ja mit Harvey sehen konnten ist grad Hurrican Season. Wir sind unverbesserliche Optimisten, und denken, dass wir nicht grad das Auge des Nächsten zu sehen bekommen. Wenn doch, werden wir uns an den Einheimischen orientieren.

Wir werden sicher mit einer ordentlichen Ladung Bilder heimkommen!

Allen Daheimgebliebenen wünsche ich eine gute Zeit und bis bald,

 

Annette 

1. August - Nationalfeiertag in der Schweiz - für Tiere möglichst stressfrei gestalten!

Während Menschen sich an dem Tag ihrer Freizeit erfreuen und dies auch mit Feuerwerk begehen, ist so ein Feuerwerk und die damit einhergehende Knallerei für Tiere im Haus, im Stall , auf der Weide und in Wäldern zumindest Stress. Viele Tiere versetzt ein in ihrer Nähe explodierender Feuerwerkskörper in Panik, die erste Reaktion ist Flucht. Dabei können solche Tiere verunfallen, z.B.: laufen sie auf die Strasse und werden womöglich überfahren.

Ich rate daher, Heimtiere gar nicht erst ins Freie zu lassen. Freigängerkatzen sollten nach Möglichkeit drinnen bleiben, mit Hunden sollte man den Spaziergang auf den (frühen) Nachmittag verlegen. Leider ist es mitunter schwierig, den richtigen Zeitpunkt zu treffen, zum Beispiel wird bei uns im Dorf heute abend bereits Feuerwerk abgebrannt :-(.

Unsere Katzenklappe ist seit einigen Stunden so eingestellt, dass unsere Katzen heim können, dann aber nicht mehr raus.

Tagsüber, wenn es noch ohne allzuviel Geknalle abgeht, kann man Heimtiere ganz gut mit Spielen ablenken. Je nach Temperament des Tieres kann helfen:

- Rescue Tropfen geben
- Ruhiges Zimmer herrichten, für Rückzugsmöglichkeiten sorgen
- Fenster geschlossen halten und vertraute Musik laufen lassen.
- Selbst zuhause bei seinen Tieren bleiben
 

Eine Bitte an die Feuerwerker - nichts zünden in der Nähe von:

- Ställen
- Weiden
- Wäldern.

Holzstösse für das Bundesfeuer:

- erst kurz vor dem Anzünden aufschichten, da sonst womöglich Igel, Spitzmäuse und andere Kleintiere diesen als Unterschlupf nutzen und dann in den Flammen umkommen.

- andernfalls bitte einen Schutzzaun errichten, der Kleintiere daran hindert, in den Holzhaufen unterzukriechen.